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Cabrera
Der gesamte Archipel ist Nationalpark und praktisch unbewohnt,
abgesehen von der Garnison und einigen wenigen zivilen Bewohnern.
Geologisch gehört die Insel zu Mallorca, vor ca 15.000 Jahren
wurde Cabrera von Mallorca abgetrennt. Administrativ ist
die Insel ein Bestandteil von Palma. Sie liegt 13,6 Kilometer
vor der Küste Mallorcas.
Das Landschaftsbild ist ziemlich felsig und verkarstet,
wofür die wilden Ziegen verantwortlich waren, die mit ihrem
Appetit auf frisches Grün jeden Baumwuchs im Keim erstickten.
Sie wurden vor einigen Jahren von der Insel gebracht, weil
die Gefahr bestand, dass sie alles Grün abgrasen. Insgesamt
ist die Insel relativ flach mit vielen felsigen Buchteinschnitten,
darunter ein sehr großer, windgeschützter Naturhafen. Die
höchste Erhebung ist 172 Meter hoch. Es gibt mehrere Höhlen,
unter anderem die berühmte Cueva Azul („Blaue Grotte“).
Seit 1991 ist der Archipel ein Nationalpark.
Anfahrt:
Ausflugsboote (Golondrinas) ab Mallorca verkehren ganzjährig
von Colonia St. Jordi (Dauer der Überfahrt: 30 Minuten)
sowie von Porto Petro täglich vom 1. Mai bis zum 30. September
(75 Minuten). Für den privaten Besuch per eigenem Boot ist
eine kostenlose staatliche Genehmigung erforderlich, die
Anzahl der Genehmigungen pro Tag ist auf 50 beschränkt.
Es darf nur im winzigen Hafen geankert werden. Private Boote
dürfen nicht ankern, um den Meeresgrund in diesem Naturschutzgebiet
nicht zu beschädigen. Festgemacht wird an den 50 fest verankerten
Moorings (Tonnen). Der Aufenthalt ist befristet: 1 Nacht
im Juli und August; 2 Nächte im Juni und September und bis
zu 7 Nächte in der übrigen Zeit. Der Haupttreffpunkt der
Insel ist eine kleine Bar im Ort Es Port. Hier gibt es Kleinigkeiten
zu essen und zu trinken, sowie vermutlich das einzige Telefon
der Insel. Ein Auffüllen der Seglervorräte ist jedoch kaum
oder gar nicht möglich.
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