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La Palma
La Palma ist - wie alle Kanarischen Inseln - vulkanischen
Ursprungs. Mit einem Alter von rund zwei Millionen Jahren
gehört sie zu den jüngsten Inseln des Archipels, dessen
Entstehungsgeschichte im Kapitel Kanarische Inseln ausführlich
beschrieben ist. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Metern Tiefe
erhebt sie sich fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus
verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Das Verhältnis aus
geringer Grundfläche und großer Höhe macht La Palma zu einer
der steilsten Inseln der Erde mit schroffer Küste und nur
wenigen Sandstränden.
Aufgrund seiner Entstehung und Lage bietet La Palma eine
einmalige Natur und Landschaft. La Palma ist bekannt als
La Isla verde ("die grüne Insel") und als La Isla bonita
("die schöne Insel"), da sie ganzjährig von grüner Vegetation
bedeckt ist. Diese Üppigkeit verdankt die Insel den Passatwinden,
die verlässlich Wolken auf der Luv-Seite der Insel schaffen,
die beim Überqueren der Insel abregnen oder dichte Nebelfelder
auf den Bergen bilden. Die Feuchtigkeit dieser Wolken wird
von verschiedenen Pflanzen gesammelt. Die Insel gliedert
sich in verschiedene Vegetationszonen – von Lavafeldern
über mediterrane Trockenvegetation zu Kiefernwäldern auf
den Höhen und auf der Nordostseite auch Lorbeerwälder, die
Regenwald ähneln. Unter den Pflanzen La Palmas findet man
ca. 170 Endemiten der Kanaren, darunter die bekannten Kanarischen
Drachenbäume.
Tip
Seit 1983 ist der Lorbeerwald Los Tilos ein Biosphärenreservat
der UNESCO und im November 2002 ist die gesamte Insel dazu
erklärt worden. La Palma war die erste Kanarische Insel,
die ein solches Reservat vorzuweisen hatte.
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